Weder die Französische Revolution, der Erste und Zweite Weltkrieg noch der Kalte Krieg und der Untergang des Sowjetimperiums waren Unfälle der Geschichte. Es war alles genau so geplant! Geheime Mächte im Hintergrund lenken die Geschicke der Menschheit.

Die großen Ereignisse der Geschichte folgen seit über 300 Jahren einem geheimen Plan - einem Master-Plan der Elite zur Erringung der Weltherrschaft hier weiter


HIMMLISCH GEIL – Wenn Sexualität und Spiritualität zusammentreffen… hier weiter


Frau, komm! Zu den schlimmsten Verbrechen im Zweiten Weltkrieg gehören die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen und Mädchen durch die sowjetischen Soldaten. Warum wurde so lange geschwiegen? hier weiter





Mitglieder

Operation Barbarossa

Die Anti-Hitler-Koalition des zweiten Weltkrieges – Stalin/Roosevelt/Churchill und ihre Ziele.

Falsche Rolle mit Deutschland

Josef A. Kofler schreibt in seinem Buch - Die falsche Rolle mit Deutschland:

Das endlose Beschuldigen des deutschen Volkes seit 1945 ist wie das unablässige Schlagen eines erblindeten und gefesselten Körperbehinderten! Den Deutschen hat man durch dauernde falsche Geschichtsdarstellungen alle Argumente zur Verteidigung und Rechtfertigung genommen. So wurden sie geistig gefesselt, verkrüppelt und blind gemacht.” 

Ich bin mir sicher, dass das Fernsehen und die Medien den Verstand vieler junger Leute in der Bundesrepublik schon ruiniert haben. Der heutigen Generation muss das Schuldgefühl genommen werden, das ihr in der Völkerfamilie so sehr schadet.

Die Ehre des deutschen Volkes sollte wiederhergestellt werden. Dazu ist es unabdingbar, dass man auch die wahre Geschichte kennt, denn…

“Wer die Vergangenheit nicht kennt, versteht nicht die Gegenwart und begreift auch nicht, was in der Zukunft geschehen könnte.” (Zitat von Kommentator Friedland, bei dem sich Maria Lourdes- für den folgenden Artikel bedankt!)

Roosevelt und Stalin, zwei Seiten einer Medaille 

Volkstrauertag - wer trauert da - und was ist geblieben von Deutschland?









Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den Stillen Tagen. Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen.

Der Volkstrauertag wurde durch den 1919 gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges eingeführt. Quelle: lupocattivoblog.com

1922 fand die erste offizielle Feierstunde im Deutschen Reichstag statt.

1934 bestimmten die nationalsozialistischen Machthaber durch Gesetz den Volkstrauertag zum Staatsfeiertag und funktionierten ihn zum "Heldengedenktag" um.

Bereits 1949 wurde im Bundestag über einen durch Bundesgesetz zu bestimmenden Nationaltrauertag diskutiert. Dieses Gesetz kam jedoch nicht zustande.

Mit zunehmender zeitlicher Distanz zum Ende des Zweiten Weltkrieges erfährt der Volkstrauertag mehr und mehr einen Wandel von einem Tag persönlicher Trauer und Erinnerung zu einem Tag mahnenden Gedenkens vor den Auswirkungen von Krieg und Gewalt. 

Heine, der große Dichter (von Rothschild unterstützt) meinte in seinen Nachtgedanken...

Deutschland hat ewigen Bestand, Es ist ein kerngesundes Land, Mit seinen Eichen, seinen Linden, Werd’ ich es immer wiederfinden.

Was ist geblieben von DEUTSCHLAND? Ein Text von Lupo Cattivo

wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt, stellt man rasch fest, dass wohl kein Volk dieser Erde so erfolgreich entnationalisiert wurde wie das Deutsche. Nur durch die Betrachtung der Entwicklung in anderen Ländern kann man erkennen, dass es dieses fehlende nationale Denken ist, das Europa blockiert hat , das Wasser auf die Mühlen der zionistischen Globalisierungs-Propaganda war.

Auch wenn ich persönlich mit nationalem Gedankengut wenig anfangen kann: ich bin durch einen Kommentar auf das unten gezeigte Video (von Youtube gelöscht) gestossen, das insbesondere auch deshalb interessant ist, weil es Hakenkreuz und Rothschilds/Israel-Stern im Zusammenhang zeigt. Es gibt auf youtube ausserdem noch eine sehr gute Doku mit dem etwas verwirrenden Titel “Schwarze Sonne”, die man sich in aller Ruhe zu Gemüte führen sollte (insgesamt ca. 90 min.)

Man bekommt da ein Gefühl dafür, dass Deutschland ein ganz wichtiges Land in der Mitte Europas war, ist bzw. sein könnte, wenn man nicht vor 100 Jahren ganz bewusst die ausführlich und mehrfach hier beschriebene Attacke gegen die Eurasische Idee zur Grundlage des Rothschild-Imperiums gemacht hätte.

  • Keinem anderen Land sind so radikal sämtliche Wurzeln ausgerottet worden
  • Für kein anderes Land wurde eine so verlogene neue Geschichtsschreibung erfunden wie für das Deutschland der letzten 100 Jahre
  • Mit der Antisemitismus-Keule sollte dies bis zum St.Nimmerleins-Tag aufrecht erhalten werden

Die perfide Strategie bestand darin, dieses völlig entwurzelte Volk zum Weltmusterknaben für alle zu machen als Schein-Weltmeister auf  allen und insbesondere lächerlichen Gebieten, denn was bedeutet Export-Weltmeister?
Deutschland durfte stolz darauf sein, besonders viel dafür gearbeitet zu haben, von den Zionisten Belohnungs-Scheinchen aus grün bedrucktem Papier bekommen zu haben.
Indem “man” diesen Musterknaben permanent scheinheilig öffentlich belobigt, konnte “man” gleichzeitig den Schrecken der Antisemitismusgefahr weltweit verbreiten. Das hatte insbesondere in den USA für die Zionisten eine segensreiche Wirkung, weil den Amerikanern so “eingebläut” werden konnte, dass sie die Weltbefreier vom Antisemitismus seien. Damit ist jedem Amerikaner erst mal der Weg zu der Erkenntnis verbaut, dass sie selbst am stärksten unter der zionistischen Beherrschung leiden.

Ganz sicher liegt unsere Zukunft nicht in einem kleinkarierten deutschen Nationalstaat, sondern in einem Europa, das natürlicher Bestandteil des eurasischen Kontinents ist.

Ganz sicher liegt unsere Zukunft nicht darin, Vasall oder Sklave der zionistischen selbstgefühlten Herrenrasse zu sein. Uns von dieser Tyrannei zu befreien, dazu können alle mit diesem Blog beitragen.

Schwarze Sonne bei Weltkrieg.cc ansehen - hier
Aktuell: Deutsche Regierung will deutsche Armee an Angriffskrieg gegen Syrien beteiligen


Wie Hitler Stalins Krieg vereitelte

Man hatte uns restlos für einen Angriffskrieg vorbereitet - und es war nicht unsere Schuld, daß die Aggression nicht von uns ausgegangen war. Generalmajor R G. Grigorenko (Erinnerungen Im Keller trifft man nur Ratten, S. 138)

Am 17. Juni 1945 führte eine Gruppe sowjetisch-militärischer Untersuchungsrichter eine Vernehmung der höchsten militärischen Führer des faschistischen Deutschland durch. Quelle: lupocattivoblog.com

Generalfeldmarschall W. Keitel, (Foto links): »Ich betone, daß alle von uns bis zum Frühjahr 1941 durchgeführten vorbereitenden Maßnahmen den Charakter reiner Verteidigungsvorkehrungen für den Fall eines Angriffs durch die Rote Armee trugen. Insofern kann man den ganzen Krieg im Osten gewissermaßen einen Präventivkrieg nennen ... Wir beschlossen ..., einem Angriff Sowjetrußlands zuvor zukommen und durch einen Überraschungsangriff dessen Streitkräfte zu zerschlagen. Gegen Frühjahr 1941 kam ich zu der festen Überzeugung, daß uns die starke Konzentrierung der russischen Truppen und deren nachfolgender Angriff auf Deutschland in strategischer und wirtschaftlicher Hinsicht in eine außerordentlich kritische Lage bringen könnten ... In den ersten Wochen hätte ein Angriff von Seiten Rußlands, Deutschland in eine extrem ungünstige Situation versetzt. Unser Angriff war eine unmittelbare Folge dieser Bedrohung ...«

Generaloberst A. Jodl, (Foto rechts) der Chefkonstrukteur der deutschen Kriegspläne, behauptete dasselbe. Die sowjetischen Untersuchungsrichter waren energisch bemüht, Keitel und Jodl den Boden dieses Arguments zu entziehen. Doch das gelang nicht. Keitel und Jodl änderten ihren Standpunkt nicht und wurden aufgrund des Urteils des sogenannten »Internationalen Gerichtshofs« in Nürnberg zusammen mit den anderen »Hauptkriegsverbrechern« gehängt. Eine der Hauptanklagen gegen sie lautete auf »Entfesselung eines nicht provozierten Angriffskrieges« gegen die Sowjetunion.

Seitdem sind viele Jahre vergangen und neue Zeugenaussagen sind aufgetaucht. Mein Zeuge ist Flottenadmiral der Sowjetunion N. G. Kusnezow (1941 Admiral, Volkskommissar für die Kriegsmarine der UdSSR, Mitglied des Zentralkomitees, Mitglied des Hauptquartiers des Oberkommandos seit dessen Gründung).

Und dies sind seine Aussagen: »Für mich steht unstrittig das eine fest: Stalin hatte nicht nur die Möglichkeit eines Krieges mit Hitler-Deutschland nicht ausgeschlossen, er hielt einen solchen Krieg im Gegenteil sogar ... für unvermeidlich ... Stalin hat diesen Krieg vorbereitet — seine Vorbereitung war umfassend und vielseitig. Er ging dabei von den von ihm selbst vorgegebenen ... Fristen aus. Hitler zerstörte seine Berechnungen.« (Am Vorabend, S. 321)


Zweiter Weltkrieg Juli 1942

Im Juli 1942, dem 35. Monat des Zweiten Weltkriegs, begann die deutsche Wehrmacht eine strategische Offensive im Süden der Sowjetunion. Zuerst fiel Woroschilowgrad (heute Lugansk), dann Rostow am Don, die deutschen Truppen rückten in Richtung Stalingrad vor. Quelle: de.rian.ru

Die Deutschen nahmen den Kaukasus ins Visier. Stalin gab als Antwort den Befehl Nr. 227 (bekannt als Losung "Keinen Schritt zurück!") aus, der die Disziplin in der Roten Armee stark verschärfte.


"An der Schneide des Panzerschwerts"

Die Wehrmacht hatte den Verbänden der sowjetischen Südwestfront in den Gefechten schwere Verluste beigebracht und setzte ihre stürmische Offensive ins Hinterland der Sowjetunion fort. Die Deutschen nahmen Kurs auf Woronesch und Woroschilow. Es gelang der 4. Panzerarmee von General Goth, bei ihrem Angriff auf Woronesch die Verteidigung der Truppen der Brjansker Front unter General Golikow zu durchbrechen.

Die von Hektik geprägten Gegenschläge blieben, weil nicht richtig vorbereitet, ohne Erfolg. Zudem verschlechterte sich die Lage nach einem Angriff der 6. Feldarmee unter General Paulus, dem künftigen "Helden" von Stalingrad, dramatisch. Am 3. Juli gerieten sechs sowjetische Divisionen der 40. und der 21. Armee in einen Kessel, am 4. Juli kam es bereits vor den Toren von Woronesch zu Kämpfen. Am Tag darauf begannen die Panzertruppen von General Goth Gefechte im westlichen Teil der Stadt.

Die Deutschen setzten die Operation "Fall blau" fort, um den Feind am südlichen Abschnitt der sowjetisch-deutschen Front vernichtend zu schlagen. Für kurze Zeit versperrte die 5. Panzerarmee von General Lisjukow, Held der Sowjetunion, ihnen den Weg. Ihre Aufgabe war ein Gegenangriff auf die Schneide des deutschen "Panzerschwertes".

Trotz dieses hehren Ziels entsprach die Schlagkraft der 5. Armee nur einem Panzerkorps der Deutschen. Aber das war nicht das Schlimmste. Am 6. Juli wurden sie schrittweise, ohne die nötige Aufklärung in den Kampf geschickt, in der Hoffnung, dass die deutschen Panzer sich nicht lange in der Stadt aufhalten, die Stellungen an die Infanterie übergeben und die Offensive fortsetzen, indem sie ihre Flanken ausweiten.

Doch der Feind hatte die Möglichkeit sowjetischer Gegenschläge vorhergesehen und ging zeitweilig zur Verteidigung über, wobei die Panzer von Lisjukow auf mächtiges Feuer von Hunderten Panzern und anderen Geschützen stießen. Im Ergebnis zerfiel die 5. Armee nach zehn Tagen erbitterter Kämpfe, ihre Reste wurden in andere Verbände eingegliedert. Was Lisjukow selbst betrifft, so kam er bei einem Gegenangriff am 25. Juli ums Leben.

Dennoch waren die Lisjukow-Verbände dafür verantwortlich, dass sich die deutschen Panzerverbände erneuern konnten, um mithilfe der Infanterie rasch an die Wolga zu gelangen. Das OKW (Oberkommando der Wehrmacht) schwächte die Offensive gegen die sowjetische Südwestfront, weil Paulus ein Armeekorps für Woronesch abstellen musste..


Zweiter Weltkrieg Juni 1942

Im Juni 1942, dem 34. Monat des Zweiten Weltkriegs, geriet die sowjetische Armee bei der Invasion der Wehrmacht mächtig unter Druck. Sewastopol wurde erobert, die Wehrmacht setzte zum Angriff auf Woronesch an, an der Wolchow-Front wurde die 2. Stoßarmee besiegt. In Nordafrika errangen die Deutschen einen wichtigen Sieg über die Briten. In der Schlacht um das Midway-Atoll konnte die US-Flotte eine Wende im Pazifik-Krieg gegen Japan einleiten.

Goldenes Zigarettenetui für Eroberung Sewastopols
Nach den Kämpfen im Mai, in deren Verlauf die Krim-Front zerschlagen wurde und die Sowjettruppen die Halbinsel Kertsch verließen, startete die 11. deutsche Armee unter General Manstein das Unternehmen "Störfang": Gemeint war der entscheidende Sturm auf Sewastopol, der im November 1941 noch abgewehrt werden konnte.

Im vergangenen halben Jahr hatten die Abwehrverbände ihre Stellungen halten können, aber doch die Deutschen hatten aus den Fehlern ihres vorigen Sturms gelernt. Es wurde schweres Geschütz aufgefahren, darunter die 800-mm-Kanone „Dora“ mit einem Gewicht von 1000 Tonnen und einem 32 Meter langen Rohr. Dieses Monstrum war für die Zerstörung der Befestigungen der Maginot-Linie an der französisch-deutschen Grenze gebaut worden.

Außerdem setzten die Deutschen auf die Schlagkraft der Luftwaffe: Deutsche Flugzeuge flogen über die Köpfen der roten Armee, absolvierten täglich an die 600 Flüge und bombardierten alles, was sich auf dem Boden bewegte. Der Artillerieangriff auf die Festung begann am 2. Juni. Am 7. Juni kam die Infanterie der Wehrmacht zum Einsatz.

Kurz vor der Schlacht wäre der deutsche Befehlshaber beinahe ums Leben gekommen. Manstein unternahm mit einem italienischen Torpedoschnellboot eine Fahrt entlang der Südküste der Krim, um die Stellungen zu besichtigen. Auf dem Rückweg wurde sein Boot von zwei sowjetischen Jagdflugzeugen attackiert, die mehrere Menschen töteten, darunter auch den Privatchauffeur des Generals.
Bei dem Angriff wurde auch der Seekommandant von Bredow getötet. Manstein kam mit einem blauen Auge davon.

Im gesamten Juni wurde erbittert gekämpft, beide Seiten mussten herbe Verluste erleiden. Gegen den 17. Juni erreichten die Deutschen die wichtige Verteidigungsstellung vor den Toren der Stadt, am Fuße des Sapun-Berges, wo mehrere sowjetische Stellungen erobert wurden. Die deutsche Artillerie bekam die Möglichkeit, die Sewernaja-Bucht unter Beschuss zu halten. Der Munitions- und Reservenachschub für die Verteidger wurde unterbrochen.

Schon am 30. Juni fiel eine weitere wichtige Bastion: der Malachow-Hügel (Malachow Kurgan). Sewastopol wurde evakuiert, höhere politische Kommandeure der Armee und Flotte wurden in Sicherheit gebracht. Die meisten Soldaten und Kommandeure der Primorje-Armee dagegen wurden gefangen genommen. Laut deutschen Angaben soll es sich um mehr als 100 000, laut sowjetischen Angaben etwas mehr als 78 000 Menschen gehandelt haben.

Der organisierte Widerstand endete Anfang Juli. Für die Einnahme Sewastopols wurde Manstein von Hitler zum Feldmarschall befördert. Seine Unterstellten erhielten das Ärmelabzeichen "Krim-Schild". Das Ergebnis: Auf der Krim gab es keine sowjetischen Truppen mehr. Die 11. Armee konnte an jedem Frontabschnitt zur Verstärkung der deutschen Truppen eingesetzt werden, was Hitler auch tat.

Plan wurde nicht geändert
An der südwestlichen Richtung starteten die Deutschen die Operation "Wilhelm", die gegen die 28. Armee von General Rjabyschew gerichtet war. Ziel war es, diese Armee bei Woltschansk, Gebiet Charkow, zu vernichten. Die 28. Armee begann unter erbitterten Gefechten ihren Rückzug gen Osten. Am 14. Juni folgte ein Gegenschlag mit den Kräften von zwei Panzerkorps und zwei Schützendivisionen, so dass die Deutschen 35 Kilometer vor Woltschansk zum Stehen gebracht wurden.

Die Wehrmacht legte eine Pause zur Umgruppierung und zur Vorbereitung eines neuen Angriffs ein. Am 19. Juni schoss die sowjetische Flakartillerie ein leichtes Flugzeug ab, in dem sich der Chef der operativen Abteilung der 23. Panzerdivision, Major Reichel, befand. Er hatte Dokumente mit, die Details über die bevorstehende Operation "Blau" – Angriff auf den Kaukasus im Sommer 1942 – preisgaben. Doch Stalin hielt diesen Plan für eine Desinformation des Feindes, die ihn davon hätte überzeugen sollen, dass der entscheidende Schlag nicht in Richtung Moskau, sondern im Süden des Landes unternommen werden sollte. Das war Stalins größte Fehleinschätzung, die schwere Folgen nach sich zog.

Zuerst gerieten die Deutschen in Verwirrung. Der Stabschef des Oberkommandos des Heeres (OKH), General Halder, schrieb am 21. Juni in seinem Tagebuch: "Die höchst wertvollen Papiere befinden sich wahrscheinlich in den Händen des Feindes".
Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd, Feldmarschall von Bock, hatte ein recht unangenehmes Gespräch mit Hitler über den Fall Reichel. Mehrere Generäle kamen vor das Militärgericht.

Dennoch wurde der Operationsplan nicht geändert, weil das mehrere Wochen Verzögerung bedeutet hätte. Am 22. Juni begannen die deutschen Truppen ihre groß angelegte Offensive, die die Verteidigung der 9. und der 38. Sowjetarmee durchbrachen und stürmisch nach Kupjansk vorstießen. Um eine Einkesselung zu vermeiden, sahen sich die Einheiten der Roten Armee gezwungen, dem Vormarsch der Deutschen auszuweichen, denen sowjetisches Kriegsgerät in die Hände fiel.

Als Schuldiger für alle Misserfolge an dieser Richtung wurde der Stabschef der Südwestfront, General Bagramjan, ausgemacht. Stalin enthob ihn seines Amtes und teilte in einer Direktive mit: "Wegen Bagramjans Leichtsinn verlor die Südwestfront nicht nur die halb gewonnene Charkower Operation, sondern schaffte es noch, dem Feind 18 bis 20 Divisionen auszuliefern." Der künftige Marschall der Sowjetunion wurde zum Stabschef der 28. Armee degradiert.

Chaos statt einer Front
Am 28. Juni begann die deutsche Hauptoffensive von 1942. Mit einer mächtigen "Faust" mit drei Panzer-, einer motorisierten und drei Infanteriedivisionen unter der Führung von General Weichs schlugen die Angreifer eine Bresche in die Brjansk-Front, durch die deutschen Verbände strömten. Die entstandene Lücke sollte eine operative Gruppierung von General Fedorenko, Chef des Hauptpanzeramtes der Roten Armee, schließen.

Doch das Oberkommando der Front mit General Golikow an der Spitze vermochte es nicht, eine vernünftige Verteidigung aufzubauen. Die Korps begannen das Gefecht nicht gleichzeitig, ohne Zusammenwirken mit Artillerie und Fliegerkräften, ohne Aufklärung und Nachrichtenwesen. Stalin zeigte sich sehr erbost über diesen Umstand. "Solange Sie die Funkverbindung vernachlässigen, werden Sie gar keine Verbindungen haben und Ihre ganze Front wird im Chaos versinken", tadelte er Golikow. An der Brjansk-Front entfalteten sich schwere Stellungskämpfe.

Die Hitler-Truppen begannen am 30. Juni eine weitere mächtige Offensive, diesmal gegen die Südwestfront. An diesem Angriff beteiligte sich auch die 6. Armee unter General Paulus, die bald die "erste Geige" der Stalingrader Schlacht spielen sollte. Im Ergebnis gelang es den Deutschen, auch an dieser Richtung die Verteidigung der sowjetischen Truppen zu durchbrechen.

Agonie der 2. Stoßarmee
Nördlicher, an der Wolchow-Front, spielte sich zugleich der letzte Akt in der Tragödie "Untergang der 2. Stoßarmee" ab. Der Verband, der zuvor in einen Kessel geraten war, unternahm verzweifelte Versuche, sich über einen nur ein Kilometer breiten Korridor herauszukämpfen. Der gesamte Juni stand im Zeichen schwerer Gefechte, wobei die Rotarmisten nicht nur gegen den Feind, sondern auch gegen den Hunger und schwere Lebensbedingungen zu kämpfen hatten.

Am 21. Juni berichtete der Befehlshaber der 2. Stoßarmee General Wlassow und das Mitglied des Kriegsrates, Divisionskommissar Sujew, dem Oberkommando der Front, dass die Situation kritisch sei. "Die Truppen der Armee erhalten seit drei Wochen je 50 Gramm Zwieback. In den vergangenen Tagen gab es überhaupt keine Verpflegung. Wir essen die letzten Pferde auf. Die Menschen sind bis zum Äußersten erschöpft. Viele sterben am Hunger. Munition ist keine vorhanden", hieß es in der Mitteilung.

Am 25. Juni zerstörten die Deutschen den Korridor -  den letzten Faden, der die Armee mit den sowjetischen Tuppen verband. Versprengte Reste der Armee drängten sich auf einem kaum zwei Kilometer langen Gebiet zusammen, das aus jeder Richtung beschossen werden konnte. Am 27. Juni unternahm das Oberkommando der Front den letzten, ergebnislosen Versuch, sich zu den eingekesselten Einheiten durchzuschlagen, am 28. Juni endete der Widerstand der 2. Stoßarmee. Gefangen genommen wurden etwa 30 000 Soldaten, darunter auch der Armeebefehlshaber, General Wlassow.

Afrika und Pazifik
In Nordafrika brachten Verbände der deutschen und der italienischen Armee unter General Rommel den britischen Truppen unter der Führung von General Ritchie eine entscheidende Niederlage bei; diese verloren in der Schlacht bei El-Ghazal 120 Panzer. Am 21. Juni fiel nach einer mehrmonatigen Belagerung die libysche Stadt Tobruk, wobei sich etwa 35 000 Soldaten den Deutschen gefangen gaben.

Nach der Eroberung Tobruks startete die deutsche Panzerarmee "Afrika" einen Angriff auf Ägypten, doch die Deutschen mussten massive Panzerverluste verkraften. Wie die späteren Ereignisse zeigen sollten, war Rommel außerstande, auf seinen Erfolg weitere folgen zu lassen..

Im Pazifik kam es zur wichtigsten Seeschlacht des Zweiten Weltkrieges. Vom 4. bis 6. Juni standen sich zwei Flotten – die der USA und die Japans – in einer erbitterten Schlacht um das Midway-Atoll gegenüber. Die Japaner  verloren vier schwere Flugzeugträger, einen Kreuzer und über 250 Bordjets mit den besten Piloten.

Um den Preis des Verlustes eines Flugzeugträgers und eines Kreuzers brachten die Amerikaner den Feind für immer um die Möglichkeit, außerhalb der Sicherungszone der Küstenfliegerkräfte effektiv zu handeln. Dadurch zwangen sie Japan, zur Verteidigung überzugehen.

Zweiter Weltkrieg Mai 1942

In den dreißig Tagen des 33. Monats im Zweiten Weltkrieg brachten die deutschen Truppen der Roten Armee mehrere schwere Niederlagen bei und übernahmen wieder das Heft des Handels. Quelle: de.rian.ru

Der Wehrmacht gelang es, ins Vorgebirge des Kaukasus und bis nach Stalingrad vorzustoßen. Im Pazifik führten die Alliierten erbitterte Seeschlachten gegen die Japaner.

Manstein vs. Koslow und Mechlis

Das Hauptgeschehen im Mai spielte sich in der südlicher Richtung der sowjetisch-deutschen Front ab: auf der Krim und im Raum Charkow. Auf der Halbinsel Kertsch startete am 8. Mai ein Gegenangriff der 11. Feldarmee unter General Manstein auf die Krim-Front. Durch die vorherigen ergebnislosen Angriffe von Januar bis April 1942 ohnehin geschwächt, wurden die sowjetischen Truppen vom Beginn des Unternehmens „Trappenjagd“ (Codename der deutschen Angriffsoperation) überrascht.

Manstein musste die Soldaten des Feindes auf der Halbinsel Krim vertreiben, um unmittelbar den Sturm auf Sewastopol einzuleiten –im November 1941 war es nicht gelungen, diese „harte Nuss“ zu knacken.

Die Aufgaben der Krim-Front unter General Koslow waren genau entgegengesetzt: im Osten der Halbinsel Stellung zu beziehen und, die Wehrmacht sollte von Sewastopol ferngehalten oder sogar von der Krim verjagt werden.

Manstein war sich darüber klar, dass ein Frontalangriff auf die im Verlaufe von Monaten gefestigten Stellungen der Krim-Front ihm keinen Erfolg bringen würde. Zudem hatte Koslow mehr Soldaten. Doch Erich von Manstein war einer der besten Feldherren der Wehrmacht (kein anderer als er hatte vorgeschlagen, in den schwer zugänglichen Ardennen anzugreifen, was 1940 die Niederlage Frankreichs zur Folge gehabt hatte), während Koslow nur einer von vielen Generäle der Roten Armee war.

Die Situation wurde durch den Umstand zugespitzt, dass Manstein der unumschränkte Befehlshaber der ihm unterstellten Truppen war, während die Krim-Front von einer Doppelherrschaft zerfressen wurde: Die Leiter des Frontstabs wussten nicht recht, wessen Befehle sie ausführen sollten: die von Koslow oder die des Vertreters des Hauptquartiers des Oberbefehlshabers, in diesem Fall des Armeekommissars ersten Ranges (entsprach dem Rang des Armeegenerals) Lew Mechlis. Er war herrschsüchtig und eigensinnig. Er ignorierte nicht nur Koslow, sondern auch seine unmittelbaren Vorgesetzten Marschall Budjonny, Oberbefehlshaber der Roten Armee im Nordkaukasus. Mechlis behauptete, er sei unmittelbar Stalin unterstellt.

Dort zuschlagen, wo es nicht erwartet wird

Im Ergebnis griff Manstein dort an, wo die deutschen Truppen am wenigsten erwartet wurden: am südlichen Abschnitt. Unterstützung bekam er durch eine Einheit der Marineinfanterie und hatte die im Voraus erkundeten Stäbe der sowjetischen Verbände, die lange Zeit ihre Stellung nicht gewechselt hatten, massiv bombardiert (bei einem Luftangriff kam der Befehlshaber der 51. Armee, General Lwow, ums Leben).

Ende der Schlacht um Moskau, eine der größten Schlachten des Zweiten Weltkrieges

Am 20. April jährte sich das Ende der Schlacht um Moskau zum 70. Mal. Sie war eine der größten Schlachten des Zweiten Weltkrieges, die dessen Ausgang und die weitere Entwicklung der Menschheit in vieler Hinsicht vorausbestimmte. Quelle: de.ria.ru

Jeder Fünfte gefallen - Eine Vorstellung von dem Ausmaß der erbitterten Kämpfe beider Armeen geben die Zahlen der Verluste, die beide Seiten seit September 1941 bis einschließlich 20. April 1942 erlitten: Die Sowjettruppen verloren 1 806 123, die Deutschen 581 900 Soldaten. In dieser Hinsicht sind keine anderen Schlachten des Großen Vaterländischen Krieges – die bei Stalingrad oder die am Kursker Bogen – mit der Schlacht um Moskau zu vergleichen. Nach Ansicht des Militärhistorikers Boris Newsorow verlor jeder fünfte sowjetische Soldat, der zwischen 1941 und 1945 fiel, sein Leben bei den Gefechten um Moskau.
Auch in der Luft wurde heftig gekämpft. Von Juli 1941 bis einschließlich April 1942 flog die deutsche Luftwaffe etwa 8 000 Angriffe auf Moskau. In dieser Zeit warfen 234 deutsche Bomber insgesamt 1 610 Spreng- und etwa 100 000 Brandbomben über der Stadt ab. 952 Bomber wurden abgeschossen und weitere 130 beschädigt.
Marschall Schukow (in der Zeit dieser Schlacht befehligte er die Westfront) schrieb in seinen Memoiren: "Werde ich gefragt, was sich mir vom vergangenen Krieg am meisten eingeprägt hat, antworte ich immer: die Schlacht um Moskau."

WichtigsterVerkehrsknotenpunkt
- Wie schicksalsträchtig war diese Schlacht? Hätte die Sowjetunion den Krieg verloren, wenn das deutsche Unternehmen "Taifun" von Erfolg gekrönt worden wäre? Russlands Geschichte kennt ein Beispiel, als der Feind 1812 vor den Toren der Hauptstadt stand. Damals verließen die russischen Truppen die Stadt. Dadurch, wie die nachfolgenden Ereignisse zeigen sollten, wurde im Verlauf des Krieges eine radikale Wende herbeigeführt. Die Militärhistoriker vertreten in dieser Hinsicht unterschiedliche Standpunkte. Nach Meinung von Alexej Issajew war Moskau im Herbst 1941, im Unterschied zu 1812, der wichtigste Knotenpunkt für den Bahn- und Autoverkehr. Deshalb hätte die Eroberung der Hauptstadt zum Kollaps des Verkehrsnetzes und zur Kapitulation Leningrads geführt. "Deshalb durfte Moskau nicht aufgegeben werden", schlussfolgert der Historiker.

Sein Kollege Sergej Pereslegin ist ebenfalls der Meinung, dass die militärische Bedeutung Moskaus sehr groß war: Wer den größten Verkehrsknotenpunkt des Landes kontrollierte, hatte mehr Handlungsspielraum. Das bewies die Verlegung sowjetischer Divisionen aus Sibirien, dem Fernen Osten und aus Zentralasien über Tausende Kilometer in die Hauptstadt. Der Einsatz dieser Verbände war von entscheidender Bedeutung bei der Gegenoffensive im Dezember 1941.

"Der Verlust Moskaus hätte weit mehr Bedeutung gehabt als der Verlust von Kiew oder Leningrad. Faktisch hätte das bedeutet, keine Möglichkeit mehr zu haben, sich in Zentralrussland aufzuhalten", betont Sergej Pereslegin. Ihm zufolge hätte die Hauptstadt nach Kuibyschew oder in eine andere Stadt verlegt werden können, aber weil Moskau die wichtigste Verkehrsdrehscheibe des Landes war, kam dies nicht in Frage. Militärhistoriker Alexej Kilitschenkow, Professor an der Russischen Staatlichen Universität für Geisteswissenschaften (RGGU), ist der Ansicht, dass sich der Kriegsverlauf im Falle des Sieges der Deutschen bei Moskau nicht radikal geändert hätte. In einem Interview für RIA Novosti betont der Experte, dass 1941 die Deutschen "die Hauptaufgabe nicht gelöst hatten: Der Hauptteil der Kräfte der Roten Armee wurde nicht vernichtet, was den Sturz des sowjetischen Regimes hätte vorausbestimmen können". Das heißt, dass Hitler, wie auch Napoleon vor 129 Jahren, denselben Fehler beging.

Eroberung Moskaus hätte nicht Hitlers Sieg bedeutet - Im Herbst 1941 wurden die meisten Volkskommissariate (Ministerien), wichtigsten Regierungseinrichtungen und Industriebetriebe ins Landesinnere evakuiert. Unter Berücksichtigung dieses Umstandes wäre, wie Alexej Kilitschenkow behauptet, die Einnahme Moskaus für die Sowjetunion nicht so sehr von militärischer wie vielmehr von moralisch-psychologischer Bedeutung gewesen und hätte der Nazipropaganda Anlass gegeben, einen abermaligen Sieg der unbesiegbaren Wehrmacht in die Welt hinauszuposaunen.

Die Historiker sind sich darüber einig, dass eine solche Entwicklung des Geschehens für die Sowjetunion äußerst ungünstig gewesen wäre. "Aber äußerst ungünstige Entwicklung oder völlige Niederlage ist zweierlei", findet Pereslegin, der betont, dass Russland ein sehr großes Land ist, während der deutsche Invasionsplan "Barbarossa" mit der Einnahme der Linie Archangelsk – Wolga – Astrachan als Endziel recht schematisch war. Seiner Meinung nach war die Moskauer Schlacht die letzte Chance für die Wehrmacht, den Krieg wenn nicht zu gewinnen, so doch wenigstens die Chancen für den Sieg zu verbessern. In dieser Hinsicht hatte sie viel Ähnlichkeit mit der Marne-Schlacht im Herbst 1914. Damals brachten die französisch-britischen Truppen unweit von Paris den strategischen Angriffsplan der deutschen Armee zum Scheitern, der auf einen raschen Sieg an der Westfront und den Austritt Frankreichs aus dem Ersten Weltkrieg ausgerichtet war, wonach alle Kräfte in den Kampf gegen Russland hätten geworfen werden sollen.

Ende des Blitzkrieges - Nach der Niederlage vor den Toren Moskaus wurden die deutschen Truppen 100 bis 250 Kilometer von der Hauptstadt weggedrängt, während Deutschland gezwungenermaßen in einen Erschöpfungskrieg hineingezogen wurde, in dem es keine realen Chancen auf einen Sieg hatte. Der deutsche General Blumentritt (bis Januar 1942 Stabschef bei Feldmarschall von Kluge, Befehlshaber der 4. Armee) schlussfolgerte in seinen Erwägungen über die Moskauer Schlacht, dass sie den deutschen Truppen die erste große Niederlage im Zweiten Weltkrieg brachte. "Das bedeutete das Ende des Blitzkriegs, der Hitler und seinen Streitkräften so hervorragende Siege in Polen, Frankreich und auf dem Balkan sicherte.
Vom politischen Standpunkt aus war der Beschluss fatal, dieses Land zu überfallen. Nun mussten wir den Krieg mit einem stärkeren Gegner führen als jener, mit dem wir bis dahin zu tun gehabt hatten", konstatierte der General. Selbst wenn es gelungen wäre, Moskau einzunehmen, wäre der Krieg laut dem General noch lange nicht entschieden gewesen: "Russland ist so weitläufig, und die russische Regierung hatte eine solche Entschlossenheit, dass der Krieg, immer neue Formen annehmend, in den endlosen Weiten des Landes fortgesetzt worden wäre."

Über Quantität und Qualität
- Die Wehrmacht hatte bei Moskau geringere Verluste als die Rote Armee, verlor aber ihre besten Soldaten. Kilitschenkow zufolge mussten die Wehrmachtsverbände von erfahrenen Soldaten und Offizieren, die siegreich Europa durchschritten hatten, durch unausgebildete Rekruten aufgefüllt werden, die erst noch Erfahrungen sammeln mussten. Auch die Quantität war unzureichend. Der Moloch Krieg verschlang mehr Menschen, als Deutschland seiner Armee geben konnte. General Halder, Stabschef des OKH (Oberkommando des Heeres), schrieb in seinem Kriegstagebuch am 21. April 1942 einen Bericht für Hitler. Laut diesem fehlten an der Ostfront bis zu 625 000 Soldaten. Der Infanterie in der Heeresgruppe Mitte (die mit dem Unternehmen "Taifun" beauftragt worden war) fehlten 35 Prozent ihres früheren Kontingents.

"Die sowjetischen Truppen verloren dagegen sehr viele Volkswehrangehörige und Rekruten ohne Kriegserfahrungen. Das mag vielleicht sehr hart wirken, aber wir verloren drei- bis viermal soviel Soldaten wie die Deutschen und erhielten letzten Endes einen Kern von erfahrenen, kampferprobten Leuten, jene, die dann Ende 1942 die radikale Wende im Krieg herbeizuführen vermochten", betont Kilitschenkow. Die Geschichte kennt bekanntlich keinen Konjunktiv. Man kann noch soviel darüber rätseln, wie sich die Ereignisse hätten weiterentwickeln können. Alles kam, wie es kam, die Moskauer verwandelten die Hauptstadt und die Zufahrtswege zu ihr in eine uneinnehmbare Festung. Die Verteidigung Moskaus erhob sich zu einem heroischen Epos, auf welches man zu Recht stolz sein kann.

Zweiter Weltkrieg Monat für Monat: März 1942

Im 31. Monat des Zweiten Weltkrieges gingen die erbitterten Kämpfe an der sowjetisch-deutschen Front weiter. Keine der kriegführenden Parteien wollte nachgeben. Die Gegenoffensive der Roten Armee erlahmte zusehends. Die japanischen Truppen setzten die Verteidigung der Alliierten weiter unter Druck.

Absetzung von Marschall Kulik

Über die Misserfolge der Sowjettruppen verärgert, verschärfte Stalin die Disziplin unter den Generälen. Am 2. März erschien der von ihm unterschriebene Befehl des sowjetischen Volkskommissars für Verteidigung (http://www.brono.ru/libris/stalin/15-58.html) über die Degradierung von Marschall Kulik zum Generalmajor, die Aberkennung seiner Auszeichnungen (darunter auch des Goldenen Sterns des Helden der Sowjetunion), seinen Ausschluss aus dem Zentralkomitee der Kommunistischen Partei und seine Enthebung als stellvertretender Volkskommissar für Verteidigung.

Diese Maßnahmen gegen Kulik wurden wegen seines unwürdigen Verhaltens an der Front getroffen, wo er, wie Auszüge aus dem Befehl verdeutlichen, "sich systematisch der Trunkenheit ergab, eine ausschweifende Lebensweise führte, ... hamsterte und staatliches Vermögen entwendete, ... die ihm verfügbaren Möglichkeiten zum Schutz von Kertsch und Rostow in keiner Weise realisierte, ihre Verteidigung nicht organisierte und sich wie ein von den Deutschen verschreckter Feigling benahm".

Damals kam Grigori Kulik noch mit dem Leben davon, denn nach der exemplarischen Abstrafung wurde er dem Volkskommissar für Verteidigung unterstellt. 1950 wurde Kulik erschossen.

Inzwischen nahmen die Verluste des Dritten Reiches, dessen Führer Adolf Hitler mit einem raschen und leichten Sieg gerechnet hatte, immer bedrohlichere Ausmaße an. Anfang März 1942 hielt General Halder, Stabschef des Oberkommandos des Heeres (OKH), in seinem Tagebuch fest, dass Deutschlands Verluste seit dem Überfall auf die UdSSR bereits mehr als eine Million Menschen beziehungsweise über 31 Prozent der durchschnittlichen zahlenmäßigen Stärke der deutschen Armee an der Ostfront ausmachten. Es standen noch umfassendere und blutigere Schlachten bevor. "Über den Ausgang des Krieges wird im Osten entschieden", zitierte der General Hitlers Worte.

Ohne Kräfte noch Mittel

Und wieder zurück zur Sowjetarmee. Ein weiterer Kaderbeschluss Stalins hing mit dem traurig bekannten General Wlassow zusammen. Der künftige Begründer der Russischen Befreiungsarmee, der sich bei der Moskauer Verteidigungsoperation nicht schlecht bewährt hatte, wurde am 8. März zum stellvertretenden Oberbefehlshaber der Truppen der Wolchow-Front ernannt.

Das war eine recht komplizierte Richtung, an der beide Seiten schwere Kämpfe führten, indem sie bald einander angriffen, bald zur Verteidigung übergingen. Die Kampfhandlungen spielten sich auf einem relativ geringen Teil des Leningrader Gebiets (heute zum Teil Gebiet Nowgorod) ab, wo sowjetische Einheiten in die deutschen Stellungen unweit des Dorfes Mjasnoi Bor einbrachen. Das Dorf sollte später den düsteren Ruhm als Ort des Untergangs der sowjetischen 2. Stoßarmee bekommen.

Es entstand eine Art Schlauch, nur zwölf Kilometer breit und mit einem kurzen Korridor zu den sowjetischen Stellungen. Der Versuch, den Durchbruch zu erweitern, misslang, weil sich die Deutschen wütend verteidigten; außerdem fehlte die erforderliche Koordinierung der Handlungen zwischen der Wolchow- und der Leningrader Front. Am 15. März gingen die Deutschen zum Gegenangriff über, um die 2. Stoßarmee, die den Schlauch zu erweitern versuchte, einzukreisen. Im Ergebnis dauerten die Kämpfe um den "Korridor" den ganzen März an, die sowjetischen Truppen durchbrachen ihn, die Deutschen verschlossen ihn wieder.

Unterdessen versuchten die Truppen der Nordwestfront, die Einheiten des 2. Armeekorps der Deutschen, die in den "Kessel von Demjansk" geraten waren, endgültig zu vernichten. Das sollte möglichst schnell passieren, da der Kessel die Handlungen der ganzen Front fesselte und den Vorstoß in den Rücken der deutschen Heeresgruppe Mitte vereitelte. Doch am 21. März unternahmen die Deutschen zwei Entsatzvorstöße: von außen, durch Kräfte ihrer frischen Einheiten, und von innen, mit drei Divisionen von General Seydlitz-Kurzbach (künftiger Präsident des Bundes deutscher Offiziere – BDO – in der sowjetischen Gefangenschaft). Bis Mitte April gelang es den Deutschen, einen engen Korridor durchzuschlagen, über den sie die Verbindung mit dem belagerten Demjansk unterhielten.

Am Zentralabschnitt dauerte die Operation von Rschew-Wjasma erfolglos an, in deren Verlauf die 43.  Armee der Westfront den Versuch unternahm, der 33. Armee (derselben Front), die in eine Einkreisung geraten war, zu Hilfe zu kommen. Aber obwohl die Entfernung zwischen ihnen bis auf zwei Kilometer reduziert wurde, gelang es trotzdem nicht, aus dem "Kessel" auszubrechen.

Der Oberbefehlshaber der Westfront General (später Marschall) Schukow erläuterte in seinen Memoiren, dass die Forderungen des Hauptquartiers (lies: Stalins), die Angriffshandlungen zu verstärken, nicht erfüllt wurden, weil die Kräfte und Mittel der Fronten zu jener Zeit erschöpft waren.

"Den überanstrengten und geschwächten Truppen fiel es immer schwerer, den Widerstand des Feindes zu überwinden. Unsere wiederholten Berichte und Vorschläge über die Notwendigkeit, Halt zu machen und sich an den erreichten Stellungen festzusetzen, wurden vom Hauptquartier abgelehnt. Im Gegenteil, in der Direktive vom 20. März 1942 verlangte der Oberste Befehlshaber, die Erfüllung der früher gestellten Aufgabe energischer fortzusetzen", schrieb Schukow.

Zersplitterung der Kräfte

In dieser Direktive wurde festgestellt, dass "die Liquidierung der Rschew-Wjasma-Gruppierung des Gegners unzulässigerweise in die Länge gezogen worden ist", und deshalb befohlen, den Feind zu vernichten und in kürzester Zeit die Städte Wjasma (in Wirklichkeit erst am 12. März 1943 befreit), Brjansk (am 17. September 1943 befreit) und Rschew (am 3. März 1943 befreit) zu nehmen.

Wie Schukow erzählt, versuchten die West- und die Kalinin-Front Ende März bis Anfang April 1942, den Befehl auszuführen, doch erwiesen sich ihre Anstrengungen als ergebnislos.

Nach Meinung von Georgi Konstantinowitsch Schukow trifft die Schuld daran Stalin, der, anstatt an der westlichen Richtung eine mächtige Faust zu bilden und die Hauptstoßkraft der Wehrmacht, die Heeresgruppe Mitt,  zu zerschlagen, die Kräfte der Roten Armee zersplitterte, indem er ihr den Angriff an allen Fronten und allen Richtungen befahl.

Im März 1942 griffen die Truppen der Krym-Front wiederholt den Gegner an. Der Oberbefehlshaber der 11. deutschen Armee General Manstein schreibt in seinen Erinnerungen, dass seine Soldaten den Andrang der Sowjettruppen bisweilen nur mit Mühe aufhalten konnten: "Davon, wie beharrlich die Kämpfe waren, zeugt die Tatsache, dass die Regimenter der 46. Infanteriedivision, in deren Streifen der Hauptschlag geführt wurde, in den ersten drei Tagen zehn bis 22 Angriffe abschlugen." Trotzdem konnte die Wehrmacht den Schlag der Roten Armee auch hier aufhalten.

Aber die Hauptereignisse außerhalb des wichtigsten Schauplatzes des Zweiten Weltkrieges entfalteten sich im März 1942 in Südostasien, wo die japanische Armee die alliierten Truppen weiterhin zurückdrängte. Am 8. März mussten die Briten Burmas Hauptstadt Rangun verlassen. In der Provinz Bataan der Philippinen entfaltete die japanische Armee Ende März 1942 mit Unterstützung der Luftstreitkräfte eine mächtige Offensive gegen die amerikanisch-philippinischen Truppen, die den Andrang des Feindes nur mit Mühe dämmen konnten. Aber ihr Widerstand dauerte nicht lange – nur bis Anfang April . Quelle: de.ria.ru

Zweiter Weltkrieg Monat für Monat: Januar 1942 Ostfront

Das Jahr 1942 begingen die sowjetischen Soldaten ohne Jolka und Neujahrswünsche. Der Feind floh, und es schien, dass er nur noch einiger Angriffe bedurfte, um ihn endülltig zu zerschlagen. Die Deutschen wurden vor den Toren Moskaus zurückgedrängt und mussten beinahe an der gesamten sowjetisch-deutschen Front zur Verteidigung übergehen. Quelle: de.ria.ru


Optimistische Zukunft

Major Nikandr Rasdobrew, der in den Kämpfen im Sommer 1942 fallen sollte, schrieb an seine Familie (http://www.molodguard.ru/heroes1162.htm): "Das neue Jahr 1942 feierten wir, wie es noch niemand feierte und aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht feiern wird. Punkt 24:00 Uhr hagelten Neujahrsgeschenke auf die Faschisten: tausende Geschosse, Wurfgranaten und ein wahrer Regen von MG-Salven. Alles in allem haben wir ihnen herrliche Geschenke gesandt. Die Schurken werden das lange in Erinnerung behalten.“

Ähnliche Stimmungen herrschten auch unter jenen, die im Rücken des Feindes, jenseits der Frontlinie, kämpften. Nikolai Popudrenko, Kommandeur einer Partisanenabteilung und Held der Sowjetunion, der 1943 ums Leben kommen sollte, trug in sein Fronttagebuch ein (http://militera.lib.ru/db/popudrenko_nn01/index.html), dass seine Leute das Neujahr in gehobener Stimmung begingen. Wie Popudrenko schrieb, "jubelte die örtliche Bevölkerung zusammen mit uns und freute sich über die von der Roten Armee im Kampf gegen den Faschismus erzielten Erfolge. Das Jahr 1942 wird das Jahr der endgültigen Zerschlagung des deutschen Faschismus und seines Systems in der ganzen Welt sein."

Die allgemeine Stimmung der Soldaten und Kommandeure der Roten Armee wurde auch im Kreml geteilt. Am 5. Januar fand im Hauptquartier des Oberkommandos eine erweiterte Beratung zur Erörterung der strategischen Pläne für die nächste Zukunft statt.

Generalstabschef Marschall Schaposchnikow informierte in seinem Bericht die Versammelten nicht nur über den Plan für weitere Angriffe gegen die Wehrmachttruppen bei Moskau, sondern umriss die Ausmaße der strategischen Offensive an den anderen Fronten. Die Rede war vor allem vom Durchbruch der Blockade Leningrads und von der Zerschlagung des Feindes in der Ukraine und auf der Krim.

Gegenseitige Unterschätzung der Kräfte

Obwohl General Schukow Befürchtungen hatte, was die Zweckmäßigkeit von großen Angriffsoperationen an der ganzen Front – vom Ladogasee bis zum Schwarzen Meer – betraf, unterstützte Stalin Schaposchnikows Plan.

Wie  Militärhistoriker Wjatscheslaw Daschitschew in einem Interview für RIA Novosti sagte, war dieser Schritt  Anfang 1942 undurchdacht. "Zu diesem Zeitpunkt waren die Voraussetzungen noch nicht reif, um zu einem Gegenangriff überzugehen, der mit der Gegenoffensive der russischen Armee 1812 vergleichbar wäre. Im Ergebnis brach die Offensive zusammen", sagte er.  Zugleich  verwies er darauf, dass jede der Seiten die Kräfte der anderen unterschätzte.

Hitler rechnete mit dem Sieg in einem schnellen Krieg gegen die UdSSR, Stalin aber dachte nach den ersten Siegen bei Moskau, dass die Wehrmacht an Rande der endgültigen Niederlage stehe. Doch waren die Deutschen 1942 noch so stark, dass sie bis zum Kaukasus und bis Stalingrad vordrangen.

In seinem Tagebuch schrieb General Halder, Stabschef des Oberkommandos des Heeres (OKH), am 2. Januar 1942, dass der Führer auf jeden Rückzug seiner Truppen mit heftigen Auftritten reagiere und den Generälen vorwerfe, sie würden "die Armee mit parlamentarischen Methoden führen, ohne die genügende Härte zu zeigen".

Schlag ins Wasser

In Erfüllung der Direktive des Hauptquartiers des Oberkommandos versetzten die sowjetischen Truppen nach dem 10. Januar den deutschen Truppen mehrere mächtige Schläge. Am erfolgreichsten für die Rote Armee waren im Winter 1942 die Handlungen an der Nordwestfront.

Obwohl die Einnahme von Smolensk geplant war (die Stadt wurde jedoch erst im September 1943 befreit),verdrängten die Truppen  an der Front, oft ohne genügende Lebensmittelversorgung, den Feind in dem winterlich unwegsamen Gelände aus einem recht großen Territorium und kreisten von Norden her die feindliche Rschew-Gruppierung ein. Zugleich wurden bei Demjansk sechs Infanteriedivisionen der Wehrmacht blockiert.

Am 12. Januar ersuchte Feldmarschall von Leeb, Befehlshaber der Heeresgruppe Nord, Hitler um die Erlaubnis, diese Truppen aus dem sich abzeichnenden Kessel herauszuführen, erhielt jedoch keine Zustimmung. Mehrere Tage später reichte der Organisator der Blockade von Leningrad aus Protest seinen Rücktritt ein und wurde praktisch sofort in den Ruhestand versetzt.

Erfolgreich entwickelte sich zuerst auch die Offensive der West- und der Kalinin-Front, die die Aufgabe hatten, die Hauptkräfte der Heeresgruppe Mitte im Raum Rschew und Wjasma aufzuspalten und zu vernichten. Nach erbitterten Kämpfen wurden die Städte Moschaisk, Medyn, Suchinitschi und mehrere andere befreit. Daraufhin wurden mehrere deutsche Generäle abgesetzt, darunter der Befehlshaber der 4. Panzerarmee Hoepner und der Befehlshaber der 9. Feldarmee Strauss.

Es gelang aber nicht, die gestellten Aufgaben zu lösen. Auf Stalins Verfügung wurde die 1. Stoßarmee von General Kusnezow in den Raum Demjansk verlegt, wo sich ein großer Erfolg abzeichnete; auch einige andere Armeen wurden  verlegt. Was herauskam, war im Ergebnis nicht eine "Faust", die die feindliche Verteidigung hätte durchschlagen können, sondern ein Schlag ins Wasser.

Der neue Befehlshaber der deutschen 9. Armee nutzte das aus, um operativ die Lücke in seiner Verteidigung westlich von Rschew zu schließen. Durch einen Gegenangriff kreiste er Teile der 39., der 29. Armee und des 11. Korps der Roten Armee ein.

Am 22. Januar wurden der Kalinin-Front die 3. und die 4. Stoßarmee der Nordwestfront angegliedert. Doch der Widerstand der Deutschen erstarkte von Tag zu Tag.

Im Ergebnis hatte der Angriff der Westfront im Bestand der 33. Armee und von zwei selbstständigen Korps gegen Rschew keinen Erfolg. Es begann das furchtbare Blutbad bei Rschew, das mit geringen Unterbrechungen bis Ende März 1943 dauerte und der sowjetischen Armee laut offiziellen Angaben beinahe eine halbe Million Tote, Vermisste und Gefangene kostete.

Erschöpfte Kräfte

Die bei Leiningrad unternommene Offensive der Leningrader- und der Wolchow-Front führte letztendlich nicht zum Durchbruch der Blockade, ganz zu schweigen von dem ehrgeizigeren Ziel, die Heeresgruppe Nord zu zerschlagen.

Zu den unerfüllbaren Zielen und der ungenügenden Vorbereitung der Armeeangehörigen kamen die schlechte Koordinierung der Fronten sowie undurchdachte Direktiven des Hauptquartiers hinzu.

Einer solcher überstürzten Beschlüsse war der Befehl, die 2. Stoßarmee in den schmalen Spalt marschieren zu lassen, der in die feindliche Verteidigung gekeilt wurde. Einige Zeit später führte das zum tragischen Untergang der Armee, und deren Befehlshaber, General Wlassow, wurde gefangen genommen.

Nicht viel besser war die Lage im Süden, wo geplant war, mit den Kräften der Süd- und der Südwestfront die deutsche Verteidigung zu durchbrechen, in den Rücken der Donbass-Taganrog-Gruppierung vorzustoßen, sie an die Küste des Asowschen Meeres abzudrängen und zu vernichten. In zweiwöchigen erbitterten Kämpfen gelang es den sowjetischen Truppen, die Verteidigung des Feindes zu durchbrechen, beinahe 100 Kilometer weit vorzudringen und ein Aufmarschgebiet am rechten Ufer des Sewerny Donez bereitzustellen. Damit waren die Kräfte erschöpft.

Noch südlicher, auf der Halbinsel Kertsch, rüsteten sich die sowjetischen Truppen zu einem Schlag gegen die Wehrmachtgruppierung um Sewastopol. Aber am 15. Januar begannen die Deutschen überraschend einen Angriff und besetzten Feodossija, wodurch die sowjetischen Pläne, Sewastopol zu befreien, vereitelt wurden. Das Hauptquartier beschloss, die Truppengruppierung durch frische Infanterie- und Panzereinheiten zu verstärken und daraus eine selbstständige Krim-Front zu formieren. Als Stalins Vertreter traf auf der Halbinsel auch Armeekommissar Mechlis, der eine schicksalhafte Rolle für die Krim-Front spielte, denn er ordnete sich ihre sämtlichen Kommandeure unter und übernahm die alleinige Führung der Truppen.

Briten zu Lande und zu Wasser schlagen

Ende Januar kam es zu Kampfhandlungen in Nordafrika. Am 21. Januar gingen die Truppen des deutschen Generals Rommel überraschend zum Angriff über und eroberten mehrere Siedlungen; bis zum 29. Januar vertrieben sie die Briten aus der Stadt Bengasi.

Angesichts der Niederlagen seiner Generäle an der Ostfront erfreuten Rommels Erfolge Hitler.  Er verlieh ihm einen Orden und erhob ihn zum Generaloberst. Bald wurde Rommel zum Befehlshaber des Deutschen Afrikakorps ernannt.

Den japanischen Truppen brachte der Januar 1942 neue Siege. Sie drangen in Holländisch-Ostindien (reich an Bodenschätzen) ein und eroberten die Inseln Borneo und Celebs. Parallel dazu entwickelte sich der japanische Angriff in Burma, das zu jener Zeit dem British Empire angehörte. Am 20. Januar wurde die Stadt Tavoi und am 31. Januar Moulmein besetzt.

Ein weiterer mächtiger Schlag erwartete die Alliierten zu See. Am 27. Januar 1942 erlitt das vereinigte Geschwader (zu dem Schiffe von den Niederlanden, den USA, von Großbritannien und Australien gehörten) bei einer Schlacht in der Java-See gegen die Japaner schwere Verluste. Auch der Befehlshaber des Stoßverbandes, Konteradmiral Doorman, kam ums Leben. Das Schlachtfeld blieb in den Händen der Japaner. Die entscheidenden Schlachten des Zweiten Weltkrieges standen noch bevor.

Waffen-SS - Estland denkt über Ehrung der Waffen-SS nach

Die baltischen Einheiten der Waffen-SS galten als brutal. Die Esten überlegen dennoch, sie als "Freiheitskämpfer" zu ehren – weil sie einst die Sowjets bekämpften. Quelle: Welt.de

Noch sind die Pläne vage. Aber schon zum wiederholten Mal wird in Estland darüber nachgedacht, ob man ehemalige Angehörige estnischer Einheiten der Waffen-SS posthum als „Freiheitskämpfer“ ehren soll. Ein entsprechender Gesetzentwurf ist in Vorbereitung; ähnliche Initiativen in den vergangenen Jahren waren gescheitert. Die linke Berliner „Tageszeitung“ warnt vor einer „Heiligsprechung der SS“ und erinnert daran, dass etwa das Simon-Wiesenthal-Center die baltischen SS-Einheiten als Teil einer „Struktur aus Blut und Tod“ charakterisiert hatte.
Waffen-Grenadier-Division der SS
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Die Sowjets verschleppten zehntausende Esten

Trotz solcher geschichtspolitischer Reflexe lohnt es sich, den Hintergrund der estnischen Initiative zu betrachten. Denn es handelt sich nicht um eine versuchte Rechtfertigung des Massenmordes, sondern um einen aus der Nationalgeschichte des kleinen baltischen Landes verständlichen Vorstoß. Immerhin wurde der Staat nach zwei Jahrhunderten als zaristische Kolonie erst nach dem Ersten Weltkrieg unabhängig, geriet 1939 aber wieder unter sowjetischen Einfluss, wurde 1941 bis 1944 von der Wehrmacht besetzt und im Anschluss von 1944 bis 1991 wiederum von der Sowjetunion okkupiert. Aus deutscher Sicht allerdings wirkt der Vorstoß mindestens irritierend.

Gerade einmal zwei Jahrzehnte waren Estland und die beiden anderen baltischen Staaten Litauen und Lettland unabhängig, als sich Nazi-Deutschland und die Sowjetunion Ende August 1939 im Geheimprotokoll zum Hitler-Stalin-Pakt darauf „einigten“, sie der sowjetischen Einflusssphäre zuzuschlagen. Kein Jahr später annektierte die Rote Armee die drei Länder und sowjetisierte sie innerhalb kurzer Zeit brutal. Zehntausende Esten wurden verschleppt, Hunderte gefoltert und ermordet. Die nationale Freiheitsbewegung in Estland, die sich sofort nach der sowjetischen Annexion gebildet hatte, konnte jedoch wenig ausrichten gegen die übermächtige Rote Armee.

Anfangs wurden die deutschen Landser als Befreier begrüßt

Am 22. Juni 1941 überfiel die Wehrmacht den bisherigen Bündnispartner Sowjetunion; nach wenigen Wochen hatten deutsche Soldaten auch Estland besetzt und die Rote Armee vertrieben. Anfangs wurden die Landser sogar als Befreier begrüßt, doch relativ schnell zeigte sich, dass die baltischen Staaten keineswegs ihre nationale Unabhängigkeit zurückerhalten sollten.

Sie wurden vielmehr dem neuen „Reichskommissariat Ostland“ zugeschlagen. Zwar bekamen die drei Staaten das Recht zur eingeschränkten Selbstverwaltung unter NS-treuen baltischen Funktionären; in Estland bildete sich das „Direktorat“ unter Leitung von Hjalmar Mäe. Doch wesentliche Entscheidungen vor allem zur inneren Sicherheit traf die deutsche Besatzungsverwaltung.

Praktisch zeitgleich mit der Besetzung durch deutsche Truppen hatte im Baltikum der Holocaust begonnen. Da Estland der nördlichste und östlichste der drei Kleinstaaten ist, hatten die Juden hier noch die besten Chancen, zu flüchten. Etwa drei Viertel der ohnehin nicht sehr zahlreichen Juden konnten sich entweder mit der Roten Armee absetzen oder flohen nach Finnland.

Die rund tausend verbliebenen Menschen, die nach NS-Kriterien als Juden galten, wurden ermordet – vor allem vom Einsatzkommando 1a unter dem Befehl von Martin Sandberger, der erst Ende März 2010 als wirklich letzter ehemaliger SS-Spitzenfunktionär gestorben ist. Zur Wannseekonferenz vor 70 Jahren galt Estland den Nazis nach dem Mord an 963 Menschen als „judenfrei“.

Arbeitslager für Juden

Die Verstrickung der estnischen Selbstverwaltung und ihrer Militär- und Polizeieinheiten in die NS-Verbrechen hat eine Historikerkommission des damaligen estnischen Präsidenten Lennart Meri Ende der 90er-Jahre umfassend aufgearbeitet. Obwohl die Quellenlage schlecht ist, darf der Wissenstand als relativ gut gelten.

Neben den rund tausend estnischen Juden kamen während der deutschen Besatzung mindestens 250 Roma und sechs- bis siebentausend christliche Esten ums Leben. Weitere zehntausende von Toten anderer Nationalitäten forderte das Besatzungsregime, denn auf estnischem Boden wurden Arbeitslager für Juden sowie Internierungscamps für sowjetische Kriegsgefangene eingerichtet.

Mehr als 1000 Esten waren an den Verbrechen beteiligt

Die Beteiligung von Esten an ganz konkreten Verbrechen hat die Historikerkommission aufzuklären versucht. Doch die Ausführungen in den Akten sowjetischer Prozesse nach 1945 sind nur eingeschränkt vertrauenswürdig. Als gesichert immerhin kann gelten, dass wenigstens 1000 bis 1200 Esten aus dem mehr dreißig mal so großen irregulären „Heimatschutz“ („Omakaitse“) an Verbrechen beteiligt waren.

Für mehrere reguläre Polizeieinheiten ist außerdem überliefert, dass sie als Wachpersonal in Ghettos im besetzten Polen eingesetzt wurden und an brutalen Ghettoräumungen mit dem Ziel, Juden in deutschen Vernichtungslagern umzubringen, beteiligt waren.

Außerdem waren Männer dieser Einheiten in verschiedenen weiteren Funktionen als Wachpersonal in und außerhalb Estlands eingesetzt, zum Beispiel in Weißrussland. Im Sommer 1942 beteiligte sich das estnische 36. Polizei-Bataillon an der „Partisanenbekämpfung“. Dahinter verbarg sich die deutsche Praxis des Vernichtungskrieges.

Nationalistische Parteien wollen die SS-Männer ehren

1942/43 wurden größere Teile der Mannschaften der estnischen Polizei-Einheiten zunächst in die „Estnische Legion“, dann in die 3. Estnische SS-Freiwilligen-Brigade übernommen. Anfang 1944 wurde diese Einheit in 20. Estnische SS-Freiwilligen-Division umbenannt und firmierte ab Mai 1944 als „20. Waffen-Grenadier-Division der SS (estnische Nr. 1)“. Sie wurde im nördlichen Teil der Ostfront eingesetzt, um den Vormarsch der Roten Armee wenigstens zu verzögern, und dabei weitgehend zerschlagen.

Im Oktober 1944 neu aufgestellt, gehörte diese Einheit zu den Teilen der Waffen-SS, die Ostpreußen verteidigten. Zuletzt wurde die Einheit in Schlesien eingesetzt, brach aus einem Kessel aus und ergab sich schließlich in Böhmen. Mehrere hundert Mitglieder flohen gen Westen und konnten nach einiger Zeit als Displaced Persons in die USA ausreisen.

Leider sind von den Akten dieser Einheit nur magere drei Aktendeckel im Bundesarchiv erhalten. Zwar gibt es eine Darstellung zum Thema Esten in der Waffen-SS, doch sie stammt von einem bekennenden Bewunderer des militärischen Armes des Himmler-Apparates, ist in einem weit rechts stehenden Kleinverlag erschienen und deshalb mit Vorsicht zu betrachten.

In der Verteidigung Estlands gegen die vorrückende Rote Armee im ersten Halbjahr 1944 liegt die Begründung für die Initiative vor allem nationalistischer Parteien in Estland, auch die estnischen SS-Männer in das ehrende Gedenken der Freiheitskämpfer einzubeziehen. Im März soll der Gesetzentwurf dem Parlament in Tallinn vorgelegt werden. 




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